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Anmeldedatum: 10.10.2006 Beiträge: 41
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Verfasst am: 10.10.2006, 16:03 Titel: Ayurvedischen Wirkstoffe |
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Ayurveda ist eine jahrtausende Jahre alte indische Heilkunst. Nach der Ayurveda-Lehre entstehen Krankheiten, wenn die drei Grundenergien des Körpers, Vata, Pitta und Kapha, im Ungleichgewicht sind. Massagen, Ölgüsse und Bäder bringen Körper, Geist und Seele wieder in Balance. Dabei helfen sollen Meditation, pflanzliche Heilmittel und eine spezielle Diät aus gekochtem Getreide und Gemüse. Ayurveda wirkt unter anderem gegen Schlafstörungen, Kreislaufbeschwerden und Erschöpfung.
Brahmi – sanskrit, (Wasserhysop, Indian Pennyworth, Bacopa monniera):
Die Hauptwirkstoffe von Brahmi sind die beiden Stoffe Bacosid A und Bacosid B. Bacosid A fördert das freiwerden von Stickstoffoxyd welches zu einer Entspannung der Blutgefässe führt und dadurch die Durchblutung verbessert. Bacosid B ist ein Protein welches die Gehirnfunktion steigert. Gemeinsam verbessern Bacosid A & B die Aneignung, Festigung, das Behalten und die Abrufbarkeit von Lernaufgaben. Unter normalen Umständen sinken nach etwa drei Stunden Konzentration und Merkfähigkeit um ca. 87 %. Mit Brahmi wird dieser Leistungsabfall fast vollständig vermieden. Studien des CDRI (Central Drug Research Institute, Lucknow) zeigten, dass man Mittels Brahmi in kürzerer Zeit besser lernen kann und das Gelernte länger im Gedächtnis behält.
In Indien wird Brahmi traditionell von Schüler und Studenten verwendet. Studien zeigen eine eindeutige Verbesserung des intellektuellen Verhaltens von Kindern durch Brahmi. Brahmi steigert die Protein Kinase Aktivität und die Proteinregeneration in lern- und gedächtnisrelevanten Hirnarealen.
Im May 1996 publizierte die „Royal Society“, ein Mitglied der „British Science Writers” einen Artikel über Stickstoffoxyd mit dem Titel: „Das Wunder des Jahrzehnts“ Der Artikel beschrieb, dass das durch Brahmi gebildete Stickstoffoxyd einen ausgesprochen positiven Einfluss auf das Lernen und die Gedächtnisleistung aber auch auf die Blutzirkulation, Lungen, Leber und Nieren hat. Zurzeit wird die Wirkung von Stickstoffoxyd bei Schlaganfällen (Apoplex) und Alzheimerdemenz untersucht. Brahmi reduziert Stresssymptome, verbessert die Reflexe und steigert die mentale und körperliche Leistungsfähigkeit. Forschungen zeigten, das Brahmi biochemische Stressmarker positiv beeinflusst. Das Ansteigen der beiden sehr spezifischen Stressmarker „Hitzeschock Proteine“ (HSP) und „Lipid Peroxyd“ in verschiedenen Gehirnregionen und speziell im, für das Lernen und Gedächtnis zuständigen Hypocampus, sowie in der für die motorischen Aktivitäten zuständigen cerebralen Cortexregion konnte durch Brahmi effektiv verhindert werden.
Gotu Kola - sanskrit, (Asiatisches Wassernabelkraut, Tigergras, Hydrocotyl, Centella Asiatica):
Gotu Kola ist wird seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Medizin gegen geistige Müdigkeit, Gedächtnisstörungen und als entzündungshämmendes Mittel eingesetzt. Die Wirkstoffe Hydrocotylin, Asiaticosid und Asiatsäure hemmen die Bildung von Amyloid-Beta Protein (Abeta Plaques) im Gehirn. Diese Plaques sind die Voraussetzung für die Entwicklung von Morbus Alzheimer, d.h. ohne Abeta-Plaques keine Alzheimerdemenz. In Indien, China und vielen anderen asiatischen Ländern gilt Gotu Kola als Pflanze der Langlebigkeit. Gotu Kola stärkt die Venen und verbessert Blutfluss und Gedächtnis, indem es die Durchblutung (Mikrozirkulation) fördert.
Myrrhe (Commiphora molmol, Familie der Weihrauchgewächse, Burseraceae):
Das Myrrhenharz stammt von den Ästen des Myrrhenbaumes. Es ist ein sogenanntes Gummiharz, ein Gemisch aus Harz, ätherischem Öl und Schleim. Dieser Stoff tritt aus den Sekretgängen der Rinde als dicker blassgelber Milchsaft aus, der beim Trocknen eine rötlich-braune Farbe annimmt. Durch Verletzen der Rinde wird die Ausbeute erhöht. Die Stammpflanze der Myrrhe wächst in Somaliland. Sie wird knapp 3 m hoch. Myrrhe wird zur Beruhigung und Reinigung des Darms eingesetzt und stärkt das Immunsystem.
Bittermelone (Karavella, Kathilla, Sushavi, hindi Karela, Momordica charantia, Bittergurke, Balsambirne, Goya, Bitterkürbis und Carillafrucht):
Asiatisches Kürbisgewächs. Fixer Bestandteil der Indisch-ayurvedischen Küche. Bittermelonen helfen den HbA1c-Wert, den sogenannten Langzeit-Blutzucker, wirkungsvoll zu senken. Der Langzeit-Blutzuckerwert gibt Aufschluss über die Blutzuckereinstellung der letzten drei Monate. Gemessene Werte unter 6,5 Prozent sind gut, über 7,5 Prozent sind schlecht. Traditionell findet die Bittermelone auch als Heilpflanze Anwendung bei Verstopfung, viralen Infekten, Magenbeschwerden, Leberstörungen sowie Diabetes. Diskutiert wird derzeit auch eine positive Wirkung auf Darm- / und Brustkrebs. Ein Presssaft aus den Blättern wird äusserlich, z.B. gegen Insektenstiche, Sonnenbrand und kleinere Wunden verwendet.
Gelbwurzel (Haridra sanskrit, Haldi HINDI, Curcuma longa BOT, Turmerik engl.): Hauptwirkstoff Curcumin. Antiinflamatorisch, verdauungsfördernd (Gallenfluss)
Indischer Weihrauch (Shallaki sanskrit, Boswellia Serata botanisch, Indian Olibanum engl.): Standardpräparat gegen degeneratieve Gelenksbeschwerden. Aktiver Wirkstoff sind die Boswelischen Säuren. Wirkungseintritt nach ca. 3 Monaten.
Garcinia Cambogia (südostasiatische Tamarinde, Malabar Tamarinde, Vriksh amla, Kankushta Sanskrit): HCA (Hydroxycitronensäure) ist ein Extrakt aus der getrockneten Schale der indischen Gewürzpflanze Garcinia Cambogia. HCA wirkt als Enzymblocker und hemmt ein wichtiges Enzym im Fettstoffwechsel, das benötigt wird, um Kohlenhydrate in Fettsäuren umzuwandeln. HCA hemmt auch den Appetit.
Andrographis paniculata Nees (Kalmegh, sanskrit): ist ein Strauchgewächs, das im asiatischen Bereich zu finden ist und u.a. auch den Namen “India Echinacea“ trägt. Seit alters her werden Extrakte dieser Pflanze zur Krankheitsbekämpfung (Halsschmerzen, verstopfte Nase) eingesetzt. Der aktiver Inhaltsstoff ist Andrographolid.
Granatapfelsamen (Punica granatum): enthällt einen hohen Anteil an Ellagic Acid, ein Poliphenol, welches unter anderem in Himbeersamen vorkommt. Ellagic Säure bindet Krebs verursachende Chemikalien und inaktiviert sie. Es hemmt die Fähigkeit von anderen Chemikalien, Mutationen in Bakterien zu verursachen. Ausserdem verhindert Ellagic Säure von roten Himbeeren, Karzinogene Stoffe an DNS Struktur zu binden, und reduziert somit das Auftreten von Krebs in kultivierten menschliche Zellen, die Karzinogenen Stoffen ausgesetzt sind. Es gibt Anhaltspunkte für antimitose (Zellteilung) und gefäßneubildungshämmende Wirkung bei Tumorerkrankungen. Bei Tierversuchen zeigte Ellagic acid einen Schutzeffekt vor künstlich induzierten Magenschädigungen und Blutungen.
Ingwer (ginger, Shunti sankrit (getrocknet) gingiber officinalis Universalwirkstoff (in allen WELLNESSCAPS enthalten): Spezieller Ingwerextract mit standardisierten 10% Scharfstoffen (Gingerol etc). Ingwer wirkt erwärmend und regt die Thermogenese des Darmes an wodurch pflanzliche Wirkstoffe besser aufgenommen werden (Apsorbtionsverbesser, verbesserte Bioverfügbarkeit) Gleichzeitig ist Ingwer eines der wirkungsvollsten antiemetica (verhindert Erbrechen und Übelkeit) und verbessert daher die Verträglichkeit konzentrierter Pflanzenwirkstoffe wie sie in den WellnessCaps vorkommen.
Ashwagandha sanskrit (Withania Somnifera lat., Winter Cherry, Schlafbeere, auch indischer Ginseng genannt): Wichtiges ayurwedisches Adaptogen mit ausdauersteigernder verjüngender und tonisierender Wirkung bei gleichzeitiger Beruhigung der Gedanken. Klassische Anwendung: Es wurde und wird bei zahlreichen Symptomatiken eingesetzt, so unter anderem bei rheumatischen Erkrankungen, bei Ängstlichkeit, Nervosität und Schlafstörungen, bei Stress, in der Rekonvaleszenz, bei Appetitlosigkeit, bei Immunschwäche sowie Alterungserscheinungen wie zum Beispiel seniler Debilität, insgesamt ein Anwendungsfeld, das dem der Ginsengwurzel sehr ähnlich ist. Ashwagandha wurde deshalb auch als "Adaptogen" kategorisiert und "Indischer Ginseng" genannt. Auffallend ist auch eine gewisse harntreibende Wirkung. Zudem soll sie blutdrucksteigernd, schleimreduzierend und antiasthmatisch wirken und positiven Einfluss auf die Verdauung nehmen. Aufgrund wahrscheinlicher antibakterieller Wirkungen wird das Wurzelpulver, häufiger allerdings noch die Blätter, traditionell äusserlich bei Schwellungen, Entzündungen und Geschwüren aufgetragen. Als Hauptwirkstoffe hat man Steroidlactone vom Typ der Withanolide extrahiert.
Notoginseng Wurzelextrakt:
Chinesische Forscher behandelten 40 Patienten mit milden bis mittelschweren Demenzsymptomen zwölf Wochen lang mit einem Ginseng-Extrakt (Panax Notoginseng) oder dem Medikament Duxil®. Diese Kombination aus Almitrin und Raubasin erhöht den Sauerstoffverbrauch im Gehirn und wird eingesetzt, um bei älteren Demenzpatienten das Gedächtnis zu verbessern.
Vor Beginn und am Ende der Studie führten die chinesischen Kollegen verschiedene Gedächtnistests durch, die u.a. das Behalten bzw. Wiedererkennen einzelner Wörter prüfen. Dabei schnitten die mit NotoGinseng behandelten Patienten signifikant besser ab, berichteten Dr. Jinzhou Tian von der Universität für Chinesische Medizin in Beijing, auf der 28th International Stroke Conference der American Stroke Association.
Rhodiola rosea:
Rhodiola rosea ist ein hochwirksames Adaptogen, welches die körperliche Leistungsfähigkeit und Widerstandskraft auf unspezifische Weise fördert ohne die normalen biologischen Funktionen zu beeinflussen. Rhodiola rosea gilt als die ideale „Antistresspflanze“ wobei der Stressabbau auf folgende Wirkmechanismen zurückzuführen ist:
1) Seratoninspiegelerhöhung in Hypotalamus und Mittelhirn (Mesencephalon)
2) Erhöhtung der Endorphinspiegel
3) Anpassung der Opioid Peptide (natürliche Stressreaktion)
4) Hirn und Herzschutz durch Reduzierung der stressbedingten „Corticotrophin Releasing Factor“ (CRF) Produktion
Rhodiola verstärkt sowohl Ausschüttung als auch Wirksamkeit der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und Norepinephrin was zu einer gesteigert Gehirnaktivität und besseren Konzentrationsfähigkeit führt. Die Resultate zahlreicher klinischer Studien zeigen eine deutliche Verbesserungen von Lernkapazität, Denkleistung, Aufmerksamkeitsspanne und Gedächtnis.
Studien von O.M. Duhan and Kollegen belegen, dass Rodiola Rosea antimutagene Eigenschaften besitzt und in diesem Aspekt anderen Adaptogenen wie etwa Panax Ginseng überlegen ist. In einigen Fällen konnten durch Mutagene wie etwa N-nitroso-N-methylurea ausgelöste Mutationen zu über 90% verhindert werden. Rhodiola Rosea besitzt verjungende Eigenschaften indem es die Effektivität der Zellinternen DNA Reparaturmechanismen verbessert.
Rhodiola ist in seiner Wirkung gegen Stress und Depressionen selbst so wirksamen Kräutern wie Johannes-kraut, Ginko Biloba, und Panax Ginseng überlegen und ist verglichen mit Panax Ginseng fünf mal besser verträglich.
In einer Klinischen Studie nahmen 150 an Depressionen leidende Personen Rhodiola Rosea Extrakt. Nach einem Monat waren bei 2/3 der Teilnehmer keine Symptome der klinisch manifestierten Depressionssymptome mehr feststellbar. Gleichzeitig nahmen ihre Aktivitäten zu und sie waren geselliger als bei Studienbeginn. Sowohl tageszeitliche Erschöpfung als auch allgemeine Erschöpfung verschwanden.
Rhodila wurde bereits in den Siebzigerjahren von russischen Sportlern und Kosmonauten zur Steigerung ihrer mentale und physische Energie verwendet. Weiters schützt das Herz indem es den Herzschlag nach intensivem Training normalisiert, unterstützt die Funktion des Nervensystems und verbessert der mentalen Funktionen durch Förderung den Blutflusses zu Gehirn und Muskeln Anregung der Proteinsynthese.
Die cardioprotectiven, canceroprotectiven, leistungssteigernden und gewichtsreduzierenden Eigenschaften werden an anderer Stelle erläutert. Als für diese erstaunlichen Wirkungen verantwortlichen Inhaltsstoffe wurden Rosavin und Salidrosid identifiziert.
Sibirischer Ginseng (Eleutherococcus senticosus)
(Taigawurzel, Stachelpanax, Teufelsbusch):
Eleutherococcus verbessert ganz allgemein die Fähigkeit, mit Belastungen aller Art (Stress) leichter fertig zu werden. Es wird auch als Adaptogen bezeichnet - ein Mittel also, dass die Anpassung (Adaptation) an Stress erleichtert.
Ebenso wir Rhodiola rhosea ist Sibirischer Ginseng wesentlich verträglicher ist als der bekannte (koreanische) Panax Ginseng. Die pharmakologischen Wirkungen des sibirischer Ginseng wurde in Russland von den Forschern Nicolai Lazarev und Israel Brekhman in zahlreichen Studien untersucht.
Dabei zeigten sich Verbesserungen der Reaktionszeiten, der Konzentrationsfähigkeit, der Koordinationsfähigkeit, der Arbeitspräzision sowie Verbesserungen im Hör- und Sehvermögen. Eine Langzeitstudie z.B. über 10 Jahre mit 60.000 Arbeitern der Volzhsky Automobilwerke in Tolyatti (Russland) zeigte eine 25% Reduzierung von Abwesenheits- und Krankheitszeiten der Teilnehmer. Grippeerkrankungen wurden durch eine allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustandes um 40% reduziert. Tests an Sportlern zeigten, dass maximale Sauerstoffaufnahme, maximaler Sauerstoffpuls, Höchstleistung und Regenerationsgeschwindigkeit durch Eleutherococcus (im Vergleich mit Placebo) erheblich gesteigert wurden.
Beobachtungen an Gewichthebern, Ringern und Turnern zeigten verbesserte Leistungsfähigkeit, verminderte Erschöpfung, verbesserte Stimmung und körperlichen Zustand der Probanden. Bei gesunden Sportlern zeigten sich Ausdauersteigerungen um durchschnittlich 64% bei gleichzeitig verminderten Laktatwerten (ein Parameter für die Fähigkeit zur Sauerstoffaufnahme) und anhaltend geringeren Blutdruckwerten (Stressparameter). Die Taigawurzel enthält Eleutherosid A bis M, Lignanverbindungen, Phenylpropane, Cumarine und Saponi-ne. Diese Substanzen wirken immunstimulierend und fördern die Anpassung des Körpers an Stresssituationen. Weiterhin soll die Taigawurzel antiviral, blutzuckersenkend, blutgerinnungshemmend, cholesterinsenkend, blutdrucknormalisierend und phytoestrogenartig wirken sowie Zellen gegen Gifte schützen können. Diese Wirkungen sind zwar nicht durch klinischen Untersuchungen belegt, sie sind aber auch nicht auszuschließen.
Feverfew (Muttertkraut, Tanacetum parthenium):
Zwei englische Forschergruppen (Murphy und Johnson) werteten die Erfahrungen von 270 Migränepatienten aus, welche die über einen längeren Zeitraum Mutterkraut eingenommen hatten. 72 % der Befragten gaben an, dass sich ihre Symptome durch Einnahme von Mutterkraut deutlich verbessert hätten. Anschließend wurde unter Leitung des Migräne-Experten Dr. Murphy eine Studie durchgeführt, in deren Verlauf Patienten gefriergetrocknete Mutterkraut-Blätter als Tabletten einnahmen. Weitere Versuchspersonen bekamen Placebo-Tabletten. In der Placebogruppe traten Migräneanfälle, verbunden mit Schwindelzuständen und Übelkeit dreimal häufiger auf als in der Verumgruppe. |
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