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Anmeldedatum: 10.10.2006 Beiträge: 41
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Verfasst am: 10.10.2006, 16:11 Titel: Folsäureüberschuss in der Schwangerschaft |
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Ein Fehlen der Folsäure im Körper wirkt sich besonders auf das Blutbild aus und kann in der Schwangerschaft beim Embryo zu Fehlbildungen des Neuralrohrs (sog. Neuralrohrdefekten), wie Spina bifida oder Anenzephalie, und zu einer Frühgeburt führen.
Auch bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, wie zum Beispiel der Arteriosklerose, ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure wichtig. Der Wert für die Aminosäure Homocystein im Blut gilt als kardiovaskulärer Risikofaktor. Die Mitverantwortung der Folsäure an der Zellreifung, -differenzierung und -teilung, insbesondere die der roten und weißen Blutkörperchen und der Schleimhautzellen wird zur Zeit in mehreren Universitäten und Forschungslabors getestet.
Homocystein wird u. a. mit Hilfe der Folsäure in Methionin umgewandelt; die positiven Auswirkungen erhöhter Folsäuregaben – die unter Anderem ein Steigen des Homocystein-Spiegels bewirken – auf die Progression von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind jedoch nicht unumstritten.
Folsäure-Mangel kommt in allen Altersgruppen vor. Schwangere und Stillende können ergänzende Folsäurepräparate unbedenklich zu sich nehmen, sowie Raucher, Personen mit Magen-Darm-Erkrankungen oder Essstörungen.
Die empfohlene Tagesdosis nach RDA beträgt 400 µg. Die Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr, 1. Auflage 2001 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., empfehlen mit Blick auf die zusätzliche Vorbeugung von Arteriosklerose 600 µg für gesunde Erwachsene, 800 µg für Schwangere und für stillende Mütter. Zur Vorbeugung eines Neuralrohrdefektes sollten Frauen, die schwanger werden wollen, zusätzlich 100 µg aufnehmen. Folsäure sollte jedoch erst nach eingehender ärztlicher Beratung eingenommen werden. |
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