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Anmeldedatum: 10.10.2006 Beiträge: 41
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Verfasst am: 10.10.2006, 16:10 Titel: Kosmetik-Fachbegriffe |
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Dies ist eine Liste von gerne verwandten Begriffen diverser Kosmetika, Frauenzeitschriften und Verkäuferinnen, deren Bedeutung vielen Kunden bisher schleierhaft blieb. Viele dieser Begriffe sind zusätzlich unter "Fragen zu Rohstoffen" erklärt.
Abrasiv
Entfernt Hautschüppchen oder verbessert den Glanz von Produkten.
Absorptionsmittel
Nehmen wasser- und / oder öllösliche aufgelöste oder fein verteilte Substanzen auf.
adstringierender Wirkstoff
Zieht die Poren zusammen.
Alkalisierungsmittel
Alkalien quellen das Haar auf und lockern die Salze und Wasserstoffbrücken im Haarkeratin.
Allantoin
Allantoin wird aus Beinwell, Schwarzwurzeln, Weizenkeimen, Rosskastanien gewonnen oder synthetisch hergestellt. Beruhigt gereizte Haut, glättet die Hornschicht.
Alpha-Hydroxy-Acid / AHA-Fruchtsäuren
AHAs sind natürliche oder synthetische Milch- und Fruchtsäuren. Sie unterstützen die natürliche Hauterneuerung durch eine Art chemischen Peeling-Effekt.
Wichtig bei der Nutzung von Produkten mit AHAs: Zusätzlich eine Creme mit Lichtschutzfaktor benutzen: AHAs machen die Haut sonnenempfindlicher.
antimikrobieller Wirkstoff
Hilft, das Wachstum von Mikroorganismen (Pilze und Bakterien) auf der Haut zu hemmen.
Antioxidans / Antioxidant / Antioxidanz
Hemmt Reaktionen, die durch Sauerstoff gefördert werden und verhindert so das Ranzigwerden von Inhaltsstoffen und Produkten.
Antiperspirantwirkstoff
Verringern die Schweißabgabe.
Antiseborrhoischer Wirkstoff
Hilft, die Talgproduktion zu hemmen.
Antistatikum / Kämmbarkeitshilfen
Verringert die elektrostatische Aufladung der Haaroberfläche, verbessert die Nasskämmbarkeit.
Antitranspirant / Desodorierungsmittel
Verhindern oder verringern das Entstehen unangenehmer Körpergerüche und überdecken diese.
Breitbandfilter
Schirmen zugleich UV-A- und UV-B-Strahlen ab. UV-A verursacht zwar keinen Sonnenbrand, aber es dringt tief in die Haut ein, lässt sie vorzeitig altern und kann lichtbedingte Hauterkrankungen wie die Sonnenallergie auslösen. Ob es wie UV-B auch Hautkrebs begünstigt, ist unter Experten noch umstritten.
Ceramide
Kittsubstanz zwischen den Hautzellen, wird auch synthetisch hergestellt.
CI-Nummer
Colour-Index-Nummer
INCI-Bezeichnungen für Farbstoffe in Kosmetika (z. B. steht „CI44090“ für „Blaugrün“). Bei dekorativen Kosmetika (z. B. Lidschatten), die in mehreren Farbnuancen angeboten werden, erfolgt eine Auflistung der verschiedenen Farbstoffe nach dem Zeichen „+/–“ in eckigen Klammern, z. B. [+/– CI 15580, CI 18965, CI ...] Um nicht für jedes kleinformatige Einzelprodukt, beispielsweise einen Lippenstift, ein extra Etikett mit der individuellen Zusammensetzung an Farbstoffen erstellen zu müssen, können alle Farbstoffe auf einmal angegeben werden, die in einer Produktlinie vorkommen können.
Coenzym Q 10 / Ubichinon
Coenzym Q10 befindet sich in jeder unserer Körperzellen und hilft diesen, sich vor aggressiven Sauerstoffmolekülen (freie Radikale) zu schützen. Mit zunehmendem Alter oder als Folge von Stress nimmt die Konzentration von Coenzym Q10 in den Zellen ab.
Weil auch die Hautzellen unter deren Angriffen leiden, nutzt die Kosmetikindustrie die zellschützende und zellerneuernde Wirkung von Q10.
Collagen
Ist ein natürlicher Eiweißbestandteil der Haut und für Elastizität und Spannkraft des Bindegewebes verantwortlich. Im Laufe des Alters verändert Collagen seine Struktur und verliert seine Fähigkeit, Feuchtigkeit aufzunehmen.
Dispergiermittel
Verhindert das Zerteilen pulverförmigen Stoffes.
DMS (Derma-Membran-Struktur)
Das bedeutet, daß die Creme eine ähnliche Struktur hat wie die Haut, so daß sie besonders gut von der Haut aufgenommen wird und die Hautbarriere-Funktion stärkt. Z. B. ist die Physiogel Creme von Stiefel eine DMS-Creme ohne Wirkstoffe und schon die ist unheimlich gut für die Haut! Es gibt aber auch Firmen, die in diese DMS-Cremes Wirkstoffe hinein mischen, die mit Nanopartikeln tiefer in die Haut gelangen.
Elastin
Im Zusammenspiel mit Collagen ist dieses Protein für die Elastizität der Haut verantwortlich. Mit zunehmendem Alter, aber auch durch Umwelteinflüsse oder übermäßiges Sonnenbaden kommt es zu Collagenabbau und damit zu Elastizitätsverlust.
Emulgatoren
Verbinden ursprünglich nicht mischbare Stoffe (z. B. Wasser und Öl).
Emulsionsstabilisatoren
Unterstützen den Prozess der Emulgierung und verbessern die Stabilität und Haltbarkeit des Produktes.
Enzyme
Steuern alle biochemischen Prozesse in der Haut, zum Beispiel die Reparaturmechanismen, den altersbedingten Abbau von Kollagen und Elastin. Diese Arbeit macht sich die Kosmetik zunutze, indem sie auf die enzymatischen Vorgänge regulierend einwirkt. Sie stärkt z.B. die Enzyme, die den Kollagenbau aktivieren und bremst gleichzeitig die, die für den Abbau verantwortlich sind.
Epidermis
ist der lateinische Begriff für Oberhaut.
Feuchthaltemittel
Verhindern das Austrocknen von Cremes, verbessern deren Verteilbarkeit.
Filmbildner
Erzeugen nach deren Anwendung einen schützenden, stabilisierenden Film auf Haut, Haar oder Nägeln.
Flavonoide
Erhöhen die Wirkung von Vitamin C sowie die Elastizität der Blutgefäße.
Formaldehyd/-abspalter
Werden in der Regel als Konservierungsstoff eingesetzt. Formaldehyd ist ein krebsverdächtiger Stoff, der schon in geringen Mengen die Schleimhäute reizt, Allergien auslöst und die Haut schneller altern lässt.
Gelbildner
Verleiht einer flüssigen Zubereitung die Konsistenz eines Gels (eine halbfeste Zubereitung mit einer gewissen Elastizität).
Glycerin
Kann sowohl pflanzlichen, tierischen oder auch petrochemischen Ursprungs sein.
In kosmetischen Produkten wird es vor allem als Feuchhaltemittel eingesetzt und verbessert die Streichfähigkeit.
Glycerin vermittelt ein angenehmes, weiches Hautgefühl und unterstützt die Erhaltung der Hautfeuchtigkeit.
Granulome
Sind knötchenförmige Gewebsreaktionen.
halogenorganische Substanz
Halogenorganische Verbindungen sind an den Wortbestandteilen "Bromo", "Jodo" oder "Chloro" zu erkennen. Viele gelten als Allergie auslösend, manche auch als Krebs erzeugend, fast alle reichern sich in der Umwelt an.
INCI
(International Nomenclature Cosmetic Ingredients)
Seit 1998 verbindliche einheitliche Vorgabe für kosmetische Produkte in den EU-Ländern.
Die Kennzeichnung gilt für alle bei der Herstellung verwendeten und im Fertigprodukt vorhandenen Bestandteile. Die Bestandteile werden mit ihren INCI-Bezeichnungen (d. h. in englischer Sprache, bzw. bei Pflanzen Latein) angegeben und zwar in absteigender Reihenfolge der Konzentration, d. h. der Menge, in der sie eingearbeitet sind – also der Inhaltsstoff mit dem größten Anteil am Anfang und danach die anderen.
Keratin
Eiweißkörper, der die mechanische Widerstandsfähigkeit der Hornschicht von Haut, Nägeln und Haaren bewirkt.
Keratolytischer Wirkstoff
Hilft abgestorbene Zellen aus der Hornschicht (Stratum corneum) zu entfernen.
Kollagen
Strukturbildende Eiweißkörper des Bindegewebes.
Wird gerne in Anti-Aging-Produkten eingesetzt. Doch Kollagen ist ein sehr großes Molekül und dadurch unfähig in die tiefere Hautschicht einzudringen. Es legt sich wie ein Film auf die Oberfläche der Haut und gleicht dort feine Linien aus. Das Gesicht sieht dann zwar etwas glatter aus, doch nach ein paar Stunden ist der Effekt schon wieder verschwunden.
komedogen
bedeutet: Mitesser verursachend. Es gibt viele Inhaltsstoffe in Kosmetika, die in Verdacht stehen, Mitesser und Unreinheiten zu verursachen. Eine allgemeingültige Regel kann man dabei aber nicht aufstellen, da jede Haut anders reagiert und man das schlicht ausprobieren muss.
Das Wort für Mitesser und verstopfte Talgdrüsen ist übrigens Komedo.
Konsistenzgeber
Verdicken wässrige Kosmetika, z. B. Shampoos.
Kuppler
Farbbeeinflussende Stoffe in Oxidationscolorationen. "Kuppler" könnte man auch beschreiben als Nuancen-Vorstufen. Allein bilden sie keine Farbpigmente. Sie verbinden sich aber mit den Entwicklermolekülen und nuancieren dadurch die Farbe des Pigments.
Lipide
Sammelbegriff für alle Fettstoffe, sowohl natürlichen Ursprungs wie aus Erdöl hergestellte, die die Haut vor dem Austrocknen und schädlichen Umwelteinflüssen schützen. Sie spenden Feuchtigkeit und glätten die Hautstruktur.
Liposome
Mikroskopisch kleine, hohle Fettkügelchen. Ihre Hülle ähnelt im Aufbau den menschlichen Zellwänden.
Aufgrund ihrer Beschaffenheit und der winzigen Größe sind sie in der Lage, kosmetische Wirkstoffe (z. B. Feuchthaltemittel, Vitamine oder Pflanzenextrakte) durch die Hornschicht in tiefere Hautschichten zu transportieren und diese freizusetzen. Liposome-Präparate verbessern die Hautfeuchtigkeit und die Fettregulation.
Lösungsmittel
Machen Inhaltsstoffe löslich und mischbar.
Melanin
Natürliches Farbpigment der Haut, der Augen und der Haare. Geht die Melaninbildung an der Haarwurzel zurück, werden die Haare grau. Melanin sorgt dafür, dass unsere Haut bräunt und schützt damit vor Verbrennungen.
Nanocells
Nanocells sind winzige Hohlkugeln, noch kleiner als Liposome. Der entscheidende Unterschied ist jedoch, dass Liposome hauptsächlich wasserlösliche Wirkstoffe in die Haut transportieren, während Nanocells für die Versorgung der Haut mit öllöslichen Wirkstoffen, wie z.B. Vitaminen, eingesetzt werden.
Nitro- und Polyzyklonische Moschusverbindungen
Künstliche Duftstoffe, die sich im menschlichen Fettgewebe anreichern; verbergen sich meist hinter den Bezeichnungen Parfüm oder Fragence. Synthetische Parfümstoffe in Kosmetika sind bei empfindlichen Menschen oft Ursache von Unverträglichkeiten oder allergischen Reaktionen.
Nitrosamine
Gehören zu den am stärksten Krebs erregenden Substanzen. Sie können aus Kosmetika über Haut aufgenommen werden.
Oxidation
Verändert die chemische Beschaffenheit eines anderen Stoffes durch die Beigabe von Sauerstoff oder die Entfernung von Wasserstoff.
Oxidationshaarfarbe
Bleibende Coloration und Aufhellung.
Panthenol / D-Panthenol / Provitamin B5
Erhöht die Zellteilungsrate und verbessert dadurch die Regeneration der Haut nach Schädigung, schützt vor Sonnenbrand und fördert dessen Heilung. Weiterhin regt es die Pigmentierung der Haut an, d.h., der natürliche Bräunungsprozess wird gefördert. Panthenol besitzt entzündungshemmende und besänftigende Eigenschaften, die ein samtartiges und weiches Gefühl auf der Haut hinterlassen.
Hat eine sehr gute feuchtigkeitsspeichernde Wirkung.
Parabene
Ein stark allergisierendes, chemisches Konservierungsmittel.
PEG / PEG-Derivate
Gehören zu den Emulgatoren, die Wasser und Fett verbinden; können die Haut durchlässiger machen und Schadstoffe in den Körper einschleusen.
Perlglanzbildner
Verleiht kosmetischen Mitteln ein perlmuttartiges Aussehen.
Photoallergische Reaktionen
Klinisch äußert sich die Photoallergische Reaktion als juckende, schuppende Hautrötung, unscharf auf die belichteten Bezirke begrenzt.
Photosensibilisierend
Bedeutet: lichtempfindlich machend. Z. Bsp. das ätherische Öl der süßen Orange. Wichtig: Nicht vor Sonnenbädern anwenden!
pH-Wert
Gibt auf einer Skala von 0-14 an, ob und wie stark etwas sauer oder alkalisch (z.B. Seife) ist. Ein Produkt mit dem Wert 7 ist pH-neutral. Liegt der Wert unter 7, handelt es sich um einen Säure-, über 7 um einen alkalischen Wert. Der pH-Wert 5,5 entspricht dem natürlichen Säuremantel der Haut.
Pufferstoff / pH-Wert-Regler
Stabilisiert den pH-Wert von kosmetischen Mitteln.
Radikale, freie
Freie Radikale entstehen vermehrt beispielsweise unter intensiver UV-Bestrahlung oder im Stoffwechsel von Rauchern und lassen die Haut schneller altern.
Reduktionsmittel
Verändern die chemische Beschaffenheit einer anderen Substanz durch das Hinzufügen von Wasserstoff oder das Entfernen von Sauerstoff.
Retinol / Vitamin A
Die (synthetisch hergestellte) Retinsäure gilt als wirksamstes Mittel, die lichtbedingte Hautalterung zu verringern. Sie wirkt anregend auf die Kollagenproduktion, unterstützt die Spannkraft der elastischen Fasern, lässt Pigmentflecken verblassen und die äußere Hautschicht wieder glatter und rosiger erscheinen. Allerdings reizt sie die Haut extrem, sie wird trocken und schuppig. Reines Vitamin A ist zwar wesentlich verträglicher, zerfällt aber sofort bei Kontakt mit Licht und Luft. In den neusten Anti-Aging-Produkten wird Vitamin A licht- und luftdicht verkapselt und erst in der Haut freigesetzt oder mit einem technologischen Trick erst im Moment des Kontakts mit der Haut aus zwei Cremephasen gebildet.
Rückfetter
Spendet Lipide für das Haar oder die oberen Hautschichten.
Säureschutzmantel
Eine dünne Schicht auf der Haut aus Hautfetten und Schweiß, die uns z. B. vor Krankheitserregern schützt. Der Säureschutzmantel kann durch zu heißes Duschen, Baden und durch Seife gestört werden. Dann juckt die Haut, sie ist trocken und gereizt. Nach dem Baden, bzw. Duschen dauert es eine Zeit, bis die Haut diesen Schutzmantel wieder aufgebaut hat. Deshalb ist Eincremen so wichtig, den die BL übernimmt während der Aufbauzeit sozusagen die Schutzfunktion.
Schleifmittel / Putzkörper
Entfernen Materialien von verschiedenen Körperflächen (z. B. gegen Hautschüppchen in Peelings, gegen Zahnbelag in Zahnpasta, etc.)
Silikon
Ist ein künstliches Lipid, das in der Umwelt nicht abgebaut wird. Einige flüchtige Silikone sind lebergiftig
Um Kosmetikprodukte schön geschmeidig zu machen, werden ihnen immer häufiger Silikonöle untergemischt. Die geben ein seidiges Hautgefühl, verteilen sich optimal und verlängern die Dufthaftung - ideal für Körperöle mit Parfüm. Pflegen können sie die Haut allerdings nicht, da sie zwar Öle genannt werden, aber rein chemisch gesehen gar keine sind. Silikone sind wasserabweisend und werden deshalb häufig in Handcremes eingesetzt.
In Haarpflege-Produkten sorgen sie für schönen Glanz: Das einzelne Haar wird mit einem leichten Film überzogen, der auch brüchige Spitzen umhüllt.
Silikone verstecken sich hinter den INCI-Bezeichnungen "Dimethicone" oder "Cyclomethicone".
Spreitmittel
Verbessert die Verteilbarkeit eines Produktes auf Haut, Haaren, Nägeln.
Stabilisator
Verbessert die Beständigkeit und Haltbarkeit von Inhaltsstoffen oder Rezepturen.
Tenside
Sind die waschaktiven Substanzen in Shampoos und ähnlichen Produkten. Außerdem werden sie als Emulgatoren in Cremes und Lotionen eingesetzt.
UV-Absorber
Schützt das kosmetische Mittel vor den Einwirkungen von UV-Licht.
UV-Filter
Filtert bestimmte UV-Strahlen, um die Haut oder das Haar vor deren schädlichen Einwirkungen zu schützen.
Vehikelfunktion
Transportiert fettlösliche Stoffe schnell tiefer in die Haut.
Viskositätsregler
Erhöhen oder verringern die Zähflüssigkeit eines Produktes. |
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